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Ende der Globalisierung im Bankensektor nicht in Sicht
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Die Großfusionen des letzten Jahres seien nur ein äußeres Zeichen für den tiefgreifenden Wandel, den die internationale Bankenlandschaft noch auf Jahre hinaus erleben werde. Dies sagte Bernhard Walter, Sprecher des Vorstandes der Dresdner Bank, am Mittwoch im Rahmen einer Vortragsreihe der Stiftung Kreditwirtschaft an der Universität Stuttgart/Hohenheim. Motor des Wandels sei der Wettbewerb, der durch die Einführung des Euro eine neue Qualität erreicht habe und durch die noch lange nicht abgeschlossene Globalisierung immer weiter verschärft werde. Der Zwang zur Globalisierung wird nach Walter durch die Deregulierung und rasante Fortschritte in der Informationstechnologie vorangetrieben, aber auch durch die Ansprüche der Kunden, die eine Betreuung rund um die Uhr, rund um den Globus verlangten.
Fusionen bzw. Akquisitionen seien aber nicht die einzige Antwort auf die Anforderungen des Wettbewerbes. Walter nannte in seinem Vortrag folgende Handlungsalternativen: organisches Wachstum, Spezialisierung und Kooperation. So nutze die Dresdner Bank für ihre Positionierung das gesamte Spektrum dieser Möglichkeiten. In Deutschland sei organisches Wachstum auch in Zukunft die bevorzugte Option. Allerdings schließt Walter nicht aus, daß mittel- bis langfristig im Rahmen der Bereinigung des deutschen Marktes, der durch eine im internationalen Vergleich sehr hohe Anzahl von Instituten gekennzeichnet sei, sich für die Dresdner Bank auch noch zusätzliche Optionen bieten werden.
In den Kernländern von Euroland wolle die Dresdner Bank ihr Vertriebsnetz sehr viel enger knüpfen. Hier bieten Akquisitionen die besseren Chancen, um eine kritische Größe zu erreichen. Darüber hinaus werde die Dresdner Bank über den Ausbau multimedialer Vertriebswege Kunden in anderen Regionen von Euroland gewinnen.
Um im Investment Banking eine globale Rolle spielen zu können, sei eine visible Marktstellung in Nordamerika unabdingbar. Dafür sieht Walter nur über eine Akquisition Chancen. Er nannte allerdings auch die klaren Bedingungen, daß die Dresdner Bank nur zu einer Akquisition bereit sei, wenn ein Institut von der Strategie her zur Dresdner Bank passe und der Preis stimme. Unter Zeitdruck werde sich die Bank nicht setzen lassen.
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