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Home > Aktuelles > Politik > Fiat agiert wie ein Hedge-Fonds


"Fiat verhält sich im Fall Opel wie ein als Autobauer getarnter Hedge-Fonds", sagt Bodo Ramelow, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE und Spitzenkandidat der LINKE bei der Landtagswahl in Thüringen. "Aus mehreren unterfinanzierten Einzelunternehmen kann einfach kein funktionierender Weltkonzern entstehen. Auch drei- oder viermal nichts bleibt nichts. Die Offerten des italienischen Autobauers sind deshalb abzulehnen, auch wenn Fiat bisher alle Meldungen über geplante Werksschließungen dementiert und sich in der Frage eines möglichen Stellenabbaus um konkrete Zahlen herumdrückt." Ramelow weiter:

"Richtig ist die von IG Metall und Opel-Betriebsrat erhobene Forderung nach einem unabhängigen Berater zur Bewertung potenzieller Investoren. Der Unternehmensberater Roland Berger, der bislang die Suche nach einem Investor koordiniert, ist dazu offensichtlich ungeeignet. Berger sitzt im Verwaltungsrat von Fiat und dürfte daher das alte Motto beherzigen "Wes Brot ich ess", des Lied ich sing" - von Unabhängigkeit kann jedenfalls keine Rede sein.

Das zum jetzigen Zeitpunkt seriöseste Angebot ist das des österreichisch-kanadischen Zulieferers Magna. Die von Magna favorisierte Minderheitsbeteiligung reicht aber nicht aus, um Opel zu retten. Ein Einstieg der Bundesländer mit Opel-Standorten ist ebenso unerlässlich wie eine Beteiligung der Belegschaft und weiterer Händler und Zulieferer. Flankiert werden sollte eine derartige gemeinsame Kraftanstrengung durch Bürgschaften des Bundes.

Eines darf bei der Suche nach einer akzeptablen Lösung für Opel definitiv nicht verhandelbar sein: Die vier deutschen Opel-Standorte müssen erhalten bleiben und den Kern eines künftigen europäischen Mobilitätsunternehmens bilden."

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